Vom autistischen Burnout & Verstecken in die Sichtbarkeit und zu meinem Platz in der Welt
Alles begann mit einem weiteren autistischen Burnout. Und mit sozialer Angst, die sich durch mein Leben gezogen hat und ganz besonders mit der Angst vor Sichtbarkeit und Ablehnung.
Genau aus diesem Zustand heraus habe ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Und damit auch den Schritt in die Sichtbarkeit.
Die Zeit des Versteckens
Eine lange Zeit habe ich mich zurückgehalten. Aus sozialer Überforderung und der Angst vor Ablehnung. Ich wollte / musste zwar sichtbar sein, um Kunden zu bekommen, wollte aber nicht gesehen werden oder auffallen.
Ich habe mich nicht mit meiner Persönlichkeit gezeigt. Nicht mit meinem Sein, meiner Vision, meiner Wahrheit und Seele. Und ich hatte Angst, dass ich keine Kunden bekommen, wenn jemand weiß, dass ich Autistin bin. Ich habe mich selbst zensiert, immer wieder, in jedem Post und Moment, in dem ich hätte sichtbar sein können.
Aus meinen Leben habe ich es übernommen, Skripte und Masking zu nutzen, um in der neurotypischen Welt klarzukommen. Und im Marketing gibt es eine Menge Skripte und Vorlagen neurotypischer Menschen und mit erfolgsversprechenden (oft manipulativen) Taktiken….
Die erschöpfende “Sicherheit” der Selbstzenzur
In dieser Zeit habe ich mich in meinem eigenen Business selbst unterdrückt. Bis es so eng wurde, so ungemütlich und so schwierig, dass ich einfach nicht mehr konnte und auch nicht mehr wollte.
Das ganze Zensieren, Anpassen und Verstecken war anstrengend. Ich fühlte mich leer, erschöpft und kurz vor dem Aufgeben. So hatte ich es geschafft, mir mit meinem eigenen Business durch meine Ängste und den Online-Business-Bullshit eine weitere Einschränkung zu schaffen. Als einen Raum, in dem ich meine Masken trug, die mich fast wieder in einen autistischen Burnout drängten.
Nur dass ich das diesmal ganz alleine gemacht hatte…
Ich war also nicht mehr nur erschöpft von äußeren Erwartungen und dieser fragwürdigen Online-Business-Welt. Ich war vor allen Dingen erschöpft von meinen eigenen Ängsten und meiner Selbstzensur. Erschöpft vom Verstecken und meiner selbst erbauten kleinen „sicheren“ Welt, die mich erdrückte.
Meine Seele war erschöpft, weil sie sich nicht ausdrücken konnte.
Erlaubnis und Entscheidung für meinen Platz in der Welt
Mir wurde dadurch etwas klar und sehr bewusst:
Ich will meinen Platz in der Welt nicht mehr suchen.
Ich will ihn mir endlich nehmen.
Ich will ihn erschaffen und mir erlauben.
Ich habe mir selbst die Erlaubnis gegeben und die Entscheidung getroffen, mich mit meinem So-Sein zu zeigen. Mit dem, was ich wirklich sagen möchte. Trotz Angst, Zweifel und Unsicherheiten.
Und so wusste ich, dass ich die Antwort nur in mir und im gegenwärtigen Moment finden konnte. Für den Moment, für den einen Tag und die eine Situation.
So war der Weg hinein in meinen meinen wahrhaftigen, intuitiven und nicht strategisch sicher, geplanten Ausdruck das Einzige, was mich eben nicht mehr erschöpft hat, sondern mit Energie gab.
Ich bin in meine Meditation gegangen, in meinen Körper, in meine Wahrheit. Ich habe Herz und Seele gefragt:
Was möchte heute durch mich ausgedrückt werden?
Was ist heute wirklich wahr?
Ich wollte nichts mehr planen, was dann sowieso wieder nicht klappte und wo mein Verstand mit Ängsten und Strategie übernimmt, noch bevor ich ein Wort geschrieben hatte. Ich wollte mich nicht mehr von meinen eigenen Gedanken, Ängsten und meiner Vergangenheit erdrücken lassen. Und ich wollte mich auch nicht von Zukunftsängsten leiten lassen.
Und ich habe einfach mal geschrieben. Verbunden mit mir und der Natur, ganz analog, mit Stift und Zettel. Dann habe ich angefangen, es online zu teilen.
Kein Nachdenken mehr, sondern aus dem Moment und aus Herz & Seele heraus erschaffen. Aus Rückverbindung mit der eigenen Schöpferkraft, Stille und Lebendigkeit. Und auch ohne KI- Checks und Durchlauf für Optimierungen und Glättungen.
Ich habe mir selbst versprochen, dass ich
mich von meinem Pfad und wahrhaftigen Ausdruck nicht mehr abbringen lasse.
mir Ruhe und Pausen erlaube, wenn ich sie brauche.
meine Energie, Intuition und mein Wesen nicht mehr übergehe.
mich von meiner inneren Führung, meiner Wahrheit und Integrität leiten lasse.
meine neurodivergentes Nervensystem und meine feinfühlige Natur respektiere.
Weil ich alles andere schon probiert hatte und ich wusste, dass das der einzige Weg in mein erfülltes Leben und Business sein kann. Ich wusste, dass alles andere nur Selbstzensur und -verarschung ist.
Ich wusste, dass ich nicht hier bin, um mich in destruktive Systeme einzufügen, sondern aus mir heraus mein eigenes System zu schaffen, das mir und anderen dient. Ich wusste, dass meine Werte und Wahrheit kein Zufall sind, sondern dass es einen Grund und Sinn haben muss, dass alles so ist wie es ist.
Und ich wusste, dass ich meine Wunschmenschen, bei denen ich ICH sein kann, nur erreiche, wenn ich mich auch wirklich zeige und zu erkennen gebe. Auf eine Weise, die meinem Sein, meinen WunschkundInnen und meinem Wirken im Business dient.
Was Sichtbarkeit bedeutet und mir gezeigt hat
Heute ist es für mich selbstverständlich, mich wahrhaftig mitzuteilen. Manchmal kommen noch Ängste und Zweifel hoch, aber sie leiten mich nicht mehr. Das ist ein großer Unterschied und so viel leichter.
Was ich dabei gelernt habe: Mit mir und meiner Kommunikation ist nichts falsch. Mit meiner Wahrnehmung und Wahrheit ist nichts falsch. Die richtigen Menschen gehen mit meinem wahrhaftigen Ausdruck in Resonanz und die anderen ziehen sowie meist unbemerkt weiter.
Ich habe aufgehört, Angst vor dem Gesehenwerden zu haben.
Denn ich habe erfahren, was es bedeutet, Menschen zu erreichen, bei denen mein Nervensystem sich entspannen kann. Menschen, bei denen ich keine Maske brauche, keine Rolle und kein Verstecken.
Menschen, die auch wissen, dass ich Autistin bin, aber denen es egal ist, weil sie mich einfach mit meinem So-Sein annehmen und schätzen. Das hätte ich nie erfahren, wenn ich mich weiterhin selbst unterdrückt hätte.
Es ist befreiend.
Aber und das ist auch wichtig:
Es bedeutet nicht, alles online zu teilen. Es gibt einen Unterschied zwischen privat, persönlich und Inhalten, die die Essenz deiner Arbeit und deines Business einfangen und erzählen. Dazu gehört auch, wie wir als Mensch sind. Aber dazu gehört nicht das, was für uns privat oder zu persönlich ist. Diese Balance und das, was Teil des Contents werden soll, muss jeder für sich herausfinden.
Zwei Sachen kann ich dazu allgemein sagen:
Wenn du das Gefühl hast, dass du dich als Mensch mit deinem Sein / deiner Wahrheit und Stimme zurückhältst, dann wird es anstregend und erschöpfend.
Wenn du das Gefühl hast, Dinge teilen zu müssen, weil das “authentisch” ist und man das ja so macht, dann ist das ein gutes Zeichen dafür, dass du ebenfalls nicht in deiner Wahrheit mit deinen Grenzen stehst oder deine feinfühlige Natur respektierst.
Was ich dir mitgeben möchte
Viele meiner KundInnen kennen ähnliche Ängste und Erfahrungen, auch als neurotypische Menschen. Vor allen Dingen Frauen. Doch Zurückhaltung und Perfektionismus sind nie der Weg.
Das eigene Business – genauso wie das eigene Leben – entfaltet sich, wenn wir vorangehen. Nicht wenn wir perfekt sind oder Skripten folgen. Und auch nicht, wenn die Angst weg ist. Sondern wenn wir anfangen, unsere inneren Kapazitäten aufzubauen, in unserem eigenen Rhythmus, um den Schritt zu immer mehr Sichtbarkeit, dem Gesehen werden und unserem wahrhaftigen Ausdruck folgen zu können.
Das ist kein schneller Prozess, sondern ein kontinuierlicher, mit Höhen, Tiefen, Ent-Wicklung und Wachstum.
Und vielleicht magst du dir heute die Frage stellen: Was möchte ich heute aus meiner Wahrheit heraus ausgedrücken?
Mit diesen Erkenntnissen und meinem Marketing-Hintergrund habe ich einen Audio-Kurs erstellt, der dir genau dabei hilft. Für Online Sichtbarkeit und Content-Erstellung in einer natürlichen, wahrhaftigeren Entfaltung für dich und deine Wunschkunden.
Mehr ansehen » (externe Marketing-Website)
Oder: Lass uns auch gerne im 1:1 unverbindlich sprechen »
Alles Liebe
Andrea