Von Wunschkunden-Definitionen, engen, falschen Zielgruppen zur echten Resonanz
Juni 2024 und ich sitze erneut frustriert, aber mit einem beruhigend duftendem Tee am Laptop und frage mich für wen ich denn nun da bin. Ich muss mich doch festlegen und entscheiden. Ich brauche doch Klarheit über meine Zielgruppe.
Zwei Wochen später sitze ich in einem Communitycall, indem es genau darum geht. Und ich sage, dass ich mich noch nicht festlegen kann, da ich mehrere spannende Zielgruppen habe die für meine Arbeit relevant sind.
Als Antwort kam das, was immer kommt:
“Du musst dich auf eine Gruppe konzentrieren.”
“Du brauchst eine klare Definition.”
“ Konzentriere dich auf eine Zielgruppe und Nische.”
Aber ich war überfordert und dachte gleichzeitig, dass ich so nie KundInnen bekommen werde. Also entschied ich mich.
Drei Wochen später entschied ich mich um, weil nichts stimmig war. Weitere zwei Wochen später entschied ich mich wieder um, weil nichts mehr passte.
Eine Woche später gab ich auf. Keine Zielgruppe mehr. Nur ich, mit meiner Botschaft, Perspektive, mit meinen Werten und den Geschischiten und Einsichten, die ich aus meiner Energie und Wahrheit heraus erzählte.
Und endlich wurde es stimmig, leichter, besser und ich konnte KundInnen empfangen.
Die Entscheidung war, dass ich meine Seele nicht mehr verkaufe.
Denn es fühlt sich immer so an, als würden Teile von dir abgeschnitten werden, wenn dir gesagt wird, du sollst dich einschränken und für jemand anderen so gestalten, dich ausdrücken oder schreiben wie es der Markt “verlangt”, nur um den Erfolg erzielen zu können, der für andere richtig ist.
Doch du bist nicht dazu bestimmt, dem Markt zu folgen oder den Weg anderer zu gehen, sondern um den Weg zu beschreiten, der wahrhaftig, natürlich und einzigartig für dich ist.
Nur so werden sich deine Angebote und deine Businesswelt wie ein zu Hause anfühlen. Nur so wirst du relevante Inhalte erschaffen, wie es sonst niemand vermag und die bei deinen Wunschmenschen die tiefe Resonanz erzeugen, die sie zu dir führt.
Inhaltsverzeichnis
Warum klassische Kundenavatare und Ziegruppen für so viele nicht funktionieren »
Die „alte Welt": Zielgruppe definieren, Angebot bauen, verkaufen »
Warum Schmerzpunkte allein zu kurz greifen »
Deine wahre Zielgruppe kommt durch keine Definition, sondern durch dein Resonanzfeld »
Dein wahrhaftiger Ausdruck erreicht die richtigen Menschen »
Warum klassische Kundenavatare und Ziegruppen für so viele nicht funktionieren
Wenn du selbstständig bist, eine Community aufbaust, ein Business führst oder aufbauen möchtest, dann kommst du an dem Thema der Zielgruppe nicht vorbei.
Denn: Wer für alle schreibt und da ist, erreicht niemanden.
Das ist richtig, aber das bedeutet nicht, dass du deine richtigen Menschen definieren musst.
Die bekannte Suche und Definition nach idealen KundInnen mit ihren Problemen ist ein sehr linearer und vom Verstand geführter, logischer Ansatz, der so vielen AnbieterInnen nicht gerecht wird.
Viele der intuitiven, vielbegabten Frauen, der spirituellen und empathischen VisionärInnen und Kreative können sich mit dieser Art der Zielgruppensuche nicht identifizieren oder es führt dazu, dass sie die falschen Menschen vor Augen haben und ansprechen.
Die „alte Welt": Zielgruppe definieren, Angebot bauen, verkaufen
Bei der bekannten Zielgruppendefinition machen wir genau den gleichen Fehler wie bei der Angebotserstellung. Zum Verständnis, wie zum Beispiel noch viele Business-Coaches oder Marketer arbeiten:
Definiere deine Zielgruppe
Erstelle ein Angebot (z.B. Coachingprogramm)
baue einen Funnel
Folge einem Marketingplan und
verkaufe.
Das ist eine männlich geprägte Denkweise und sehr strategisch, aber verkennt das Geschenk der natürlichen Entfaltung, das sichtbar wird, wenn wir uns zeigen und wenn wir sagen, was wir sagen wollen, bevor wir etwas geplant oder definiert haben.
Denn nur, weil wir eine Zielgruppe definieren, sind es noch lange nicht die Menschen, die wirklich passen und mit denen eine Zusammenarbeit erfüllend ist. Genauso wie ein strategisch überlegtes Angebot noch lange nicht das ist, was wahre WunschkundInnen wirklich wollen und brauchen.
Konsequenzen können zum Beispiel sein.
Falsche Annahmen und Vorstellungen von Menschen innerhalb der Zielgruppe
Das kann unter anderem auch dazu führen, dass du Annahmen über Menschen erstellst, die nicht stimmen und du versuchst sie von deinem Angebot zu überzeugen, obwohl sie nicht bereit dafür sind oder auch nicht mit deinen Werten übereinstimmen.
Du hast die falschen Menschen vor Augen
Zusätzlich kann es dazu führen, dass du tatsächlich die falschen Menschen ansprichst. Denn viele, die überlegen und eine Eingrenzung finden möchten, wer ihre Zielgruppe ist, denken an Menschen, die das Problem haben, was sie über ihre Arbeit lösen. Aber vielleicht sieht der- oder diejenige es selbst nicht als Problem und dann sprichst du wieder Menschen an, die nicht offen und bereit für das sind, was du sagst und bewirkst.
Warum auch Schmerzpunkte allein oft zu kurz greifen
Das Erfassen von Schmerzpunkten, Herausforderungen und deiner Lösungsansätze kann durchaus hilfreich sein. Denn Menschen wollen ihre Schmerzpunkte loswerden und das funktioniert. Doch ein zu starker Fokus oder die Einschränkung auf Schmerzpunkte kann trotzdem oftmals viel zu eng gedacht sein.
Es folgt auch der klassischen Aussage:
X Orientiere dich am Markt.
Aber meine Ansicht ist:
✓ Orientiere dich zuerst einmal an deiner Wahrhaftigkeit.
Vor allem, wenn du keine linearen Wege und Lösung anbietest und Menschen auf unterschiedlichen Wegen, aus unterschiedlichen Beweggründen zu dir kommen oder weil sie mit deiner Botschaft mitgehen.
Denn: Der Versuch die eigene Arbeit, das vielfältige und tiefe wertvolle Wirken oder eine Vision in Einklang mit Personas und einem definierten Problem zu bringen, kann blockieren und einschränken.
Und der Versuch Menschen in Kundenavatare zu stecken, die dann als die potenziellen Geldbringer angesehen werden, hat auf jeden Fall etwas Entmenschlichendes an sich. Und das nicht nur für die Zielgruppe, sondern auch für so viele AnbieterInnen.
Sobald du anfängst aus der Vorstellung einer Zielgruppe zu schreiben, bist du nicht mehr in deinem wahrhaftigen Ausdruck. In dem Moment entfernst du dich von dir selbst und es gibt eine Trennung zwischen dem, was du ausdrücken und mit deiner Arbeit bewirken willst und dem, wie du darüber sprichst.
Und niemand weiß genau, was die Zielgruppe jetzt gerade will und braucht. Doch du weißt genau, was in dir gerade wahr, lebendig ist und ausgedrückt werden will.
Allgemein wollen Menschen Zugehörigkeit, Verbindung sowie Perspektiven und Orientierung in der Informationflut. Das kannst du ihnen nur geben, wenn du ganz bei dir bleibst und dich mit deiner Wahrheit und Botschaft verbindest.
Beispiel: Du bist Achtsamkeitstrainerin.
Du sprichst dabei nicht nur einen Schmerzpunkt an und es gibt nicht die eine klare Lösung, die mit dir über drei Wochen Zusammenarbeit erzielt werden kann. Du sprichst eine Vielzahl Ebenen, Menschen, Botschaften, Schmerzpunkten, Wunschrealitäten oder Alltagserfahungen an. Denn du weißt, dass Achtsamkeit sich nicht nur auf den einen Schmerzpunkt positiv wirkt. Und du bringst deine einzigartige Sichtweise mit deinen Erfahrungen und Werten mit ein, die genau dich ausmachen und widerspiegeln.
=> Es gibt unzählige Achtsamkeitstrainier und -angebote. Darin und mit deinem Business bist du nicht einzigartig, aber in deinem Ausdruck schon und genau darüber erreichst du die richtigen Menschen.
Dann teilst du nicht, was Achtsamkeit ist, sondern nimmst Menschen mit in deine Welt, in der du es durch deinen Blick spürbar machst.
Welche Geschichte kannst nur du erzählen?
Welche Energie verkörperst du, wenn du nichts mehr darstellen und beweisen willst?
Welchen Raum hältst und öffnest du, wenn du nicht versuchst, über dein Marketing Menschen zu überzeugen?
(Weitere Reflexionsfragen gibt es weiter unten)
Denn hinter all den Definitionen, Schmerzpunkten und Lösungen gibt es eine tiefere Ebene, die Resonanz und Verbindung zu dir und deinem Business schafft. Das sind all deine Überzeugungen, Werte, Perspektiven, Visionen, deine Energie und dein Sein in Erzählungen, was Menschen intuitiv spüren, wenn sie deine Inhalte lesen, auch wenn sie es nicht benennen können.
Und vielleicht bist du ja auch gar nicht hier, um nur Altes auf deine Weise zu wiederholen oder Schmerzpunkte zu lösen. Vielleicht bist du hier, um
eine Botschaft und Vision zu verankern,
Menschen zu erinnern,
alte Weisheiten wieder zugänglich zu machen,
in eine neue Realität zu führen.
Das alles würde durch Zielgruppendefinitionen oder der direkten Orientierung im Außen nicht so in die Welt kommen können.
Deine wahre Zielgruppe kommt durch keine Definition, sondern durch dein Resonanzfeld
Deine wahre Zielgruppe findest du nicht durch Definitionen. Es sind die Menschen, die sich zu dem lebendigen Resonanzfeld hingezogen fühlen, wenn du dich aus der Verbindung zu dir selbst und deinem Business zeigst und mitteilst.
Erst dann stehst du in deiner wahren Wirkung aus deiner ureigenen Schöpferkraft, Essenz und Natur heraus.
Und wenn du teilst, was dich wirklich bewegt und über Momente schreibst, die du im Alltag einfängst, dann wirst du erkannt als der Mensch, der du bist mit dem, was dich antreibt. Und andere Menschen erkennen sich selbst darin.
Durch diese Inhalten bekommen deine Worte eine echte Bedeutung und die Basis für Verbindung und Vertrauen wird gelegt.
Sobald du anfängst, tiefer in dein Business einzutauchen, desto klarer wird dir die Essenz dessen, was du in die Welt bringst und bewirken möchtest.
Du erkennst immer besser, was deine Arbeit so wertvoll macht, welche Herausforderungen Menschen haben, welche Zukunft sie sich wünschen, was sie auch unbewusst immer wieder beschäftigt, bewegt und berührt. Du erfasst immer tiefer wie und wo du mit deiner Arbeit und mit Inhalten in ihrem Leben ansetzt, um sie zu erreichen.
=> Das ist der Punkt, an dem du immer besser deine wahren Wunschmenschen mit einbeziehen und Inhalte noch wirkungsvoller an sie ausrichten kannst. Du erkennst auch, welche Elemente deiner Geschichte und Wahrheit besondere Resonanz erzielen – in dir selbst und bei anderen.
All das hilft dabei, dass du dich nicht verlierst, sondern dein Wirken widerspiegelst und auf ehrlich-authenthische Weise mit Menschen sprichst – für Inhalte, bei Kennenlerngesprächen, für natürlich-ethisches Verkaufen und wirklich stimmige, erfüllende Zusammenarbeiten.
Auf diese Weise findet eine echte Begegnung zwischen dir und Menschen statt. Sie spüren dich, sich selbst und erkennen sich in deinen Inhalten. Etwas in ihnen bewegt sich, wenn du deine innere Wahrheit mit der Wirklichkeit verknüpfst.
Dein wahrhaftiger Ausdruck erreicht die richtigen Menschen
Vielleicht ist das, was du bewirkst theoretisch für alle Menschen wichtig und relevant, aber durch deine Energie mit tieferen Werten, Perspektiven und Weisheiten schließt du auf natürliche Weise die falschen aus und zieht die richtigen Menschen an. Und wenn sie dann darin eine Relevanz für sich erkennen bzw. du auch eine Relevanz darüber sichtbar machst, dann kaufen sie bei dir.
Reflexionsfragen, um dem näher zu kommen:
In welchem Moment hast du diese Woche / heute / jetzt gerade erfahren, wie kraftvoll sich deine Arbeit / Methode / dein Ansatz in deinem Leben auswirkt?
Was ist die Kernbotschaft darin, die du spürbar schreiben kannst?
Was in dir ist da gerade lebendig? Eine Erkenntnis? Eine Erfahrung? Eine Begegnung? Eine Emotion?
Was fühlt sich genau jetzt stimmig an, deinem Publikum zu erzählen und zu teilen?
Was möchte heute durch dich in die Welt?
Wahre WunschkundInnen erreichst du nicht über Definitionen und Taktiken.
Es ist auch nicht die eine Kategorie, der eine Pitch oder die Nische, die du mit einer definierten Zielgruppe benennst.
Es sind die Momenten, Geschichten und Botschaften, die du erzählst, wo Menschen in deine echte Erfahrungs- und Businesswelt eintauchen können.
Sie entstehen aus der Ganzheit dessen, die du bist und mit dem, was du aus dem gegenwärtigen Moment heraus in die Welt geben möchtest.
Alles andere wäre eine Verhandlung mit
vergangen oder zukünftigen Ängsten oder
mit deinem Verstand, der
etwas im Außen darstellen und aufrechterhalten will, was du selbst gerade nicht fühlst und verkörperst oder
eine Vorstellung von Menschen hat und die Reaktion kontrollieren will.
=> Wenn du deinen Content nicht wirklich spüren kannst, wie sollen es dann deine Wunschmenschen?
Mein eigener Weg: Vom Kontrollieren zum Vertrauen
Manchmal muss ich lachen, denn ich komme ursprünglich aus dem sehr analytischen und datengetriebenen Bereich. Doch mit dem eigenen Business ist es etwas ganz anderes.
Und je tiefer ich mein Business und Wirken erfasst und gespürt habe und je mehr ich in meinen wahrhaftigen Ausdruck kam, desto mehr konnte ich meiner Intuition und dieser gedanklich nicht nachvollziehbaren und unausgesprochenen Resonanz vertrauen.
Das wirkt oftmals unklar, weil wir nicht in einem klassischen Pitch benennen können, was wir für wen genau tun. Aber oftmals braucht es nicht mehr Klarheit, sondern eine tiefere Resonanz. Die kannst du nicht definieren. Aber du hast bereits dein Resonanzfeld, welches du durch dein Sein und deinen Ausdruck spürbar machst.
Als mir klar wurde, dass ich die Menschen, mit denen ich arbeite, nicht einfach in einen Kunden-Avatar oder eine Nische stecken konnte, begann ich mich zu entspannen und auf die natürliche Verbindung und Resonanz zu vertrauen. Und es lag nicht an mir, das zu kontrollieren oder strategisch zu planen.
Ich konzentrierte mich auf den jetzigen Moment und den tieferen Kern
meiner Botschaft,
meines Seins und
meines Ausdrucks.
Von da an kam alles immer mehr in Einklang. Mein Marketing wurde leicht und stimmig, Content floss auch ohne Planung und einem strategischen Ziel aus mir heraus und Menschen kamen zu mir.
Deine wahren Wunschmenschen sind die, die zu dir kommen, wenn du in deinem wahrhaftigen Ausdruck und damit in deiner vollen Wirkung stehst, die du anderen zugänglich machst.
Sie kommen nicht, wenn du nur irgendeinem Skript folgst.
Diese Inhalte entstehen nicht in starren Plänen und wenn du dich nach Zeitplan vor den Laptop sitzt. Sie erscheinen, wenn du durch den Wald gehst, eine menschlich-chaotische Erfahrung machst oder während du journalst, ohne dem Gedanken, dass deine Worte etwas für dich tun und erreichen müssen.
Das alles beginnt in dir, nicht einmalig, sondern indem du es immer weiter, tiefer und echter verkörperst. Das kann nicht in einen Pitch oder einen Avatar gesteckt werden.
Wenn du spürst, dass Wahrhaftigkeit und innere Führung mehr dein Weg ist als logische Planung, du dich aber trotzdem etwas orientierunglos im Marketing und Business fühlst,
dann sieh mal, ob dich dieser Audio-Kurs anspricht >>
oder buch dir ein 1:1-PWYC-Marketingsparring >>
Alles Liebe
Andrea